Osteopathie

Wirbelsäulen-Manipulation (oder auch von vielen Menschen "einrenken" genannt)

Da die Wirbelsäule eines Pferdes einer Brückenkonstruktion gleicht, ist sie eigentlich nicht dafür geeignet, ein Reitergewicht zu tragen... Durch "Fehlzug" der Muskulatur (es gibt immer einen Beuger & Strecker, welche zuständig sind ein Gelenk zu bewegen bzw. in seiner Gundanordnung zu halten) kommt es zu den sog. Wirbelverschiebungen bzw. -blockaden, Gründe hierfür sind ganz unterschiedlich, mal ist es ein nicht richtig sitzender Sattel, eine zu hohe Belastung im Sport, auch einfach ein Wegrutschen auf glattem Untergrund (was übrigens gerne mit Eisen auf Asphalt passiert), mal ist es das Toben auf der Wiese mit den Artgenossen oder auch ein falsches Aufstehen am Morgen...

Um die Wirbel wieder in Ihre "Ursprungform" zu bringen gibt es verschieden Möglichkeiten der Manipulation - Z. B. mittels "Lateralflexion", über Traktion der Wirbelsäule, über Faszientechniken, Flexionsmobilisation des Sakrums (Kreuzbein) über Zug am Schweif, Anheben des Bauches um die Wirbelsäule nach oben zu öffnen. Mit gezieltem Einsatz all dieser Methoden und die Arbeit über die Muskulatur ist es mir möglich, die Wirbelsäule wieder in ihren Urusprung zurück zu bringen und die Bewegungseinschränkungen zu lösen, nur ein frei schwingender und gut bemuskelter Rücken ist in der Lage ein Reitergewicht zu tragen! Ziel sollte also sein, jedes Pferd in einen optimalen Trainingszustand zu bringen um langfristig größeren Problemen der Wirbelsäule wie z. B. dem "Kissing Spines" vorzubeugen - jedes Pferd sollte regelmäßig einem Therapeut vorgestellt werden. 

Cranio-Sacrale-Therapie

Bewegung bedeutet Leben - dies ist der wohl wichtigste Grundsatz der Osteopathie!

Bewegung ist der Ausdruck für Lebenskraft! Hierbei wird die gesamte Motorik des Bewegungsapparates berücksichtigt, ebenso die Atmung, der Herzschlag und die Flüssigkeitsversorgung (Lymphe, Liquor). 

Durchgeführt wird die Cranio-Sacrale-Therapie mit den Händen um Funktionsstörungen im Bereich der Muskulatur, des Gewebes, der Gelenke, der Sehnen, Bänder und Knochen zu spüren um dann mit gezielten Reizen/Impulsen die Funktionsstörungen aufzulösen. 

Ziel einer jeden Behandlung ist die Wiederherstellung der Beweglichkeit und das Lösen von Blockaden!

Wann kann die Cranio-Sacrale-Therapie eingesetzt werden?

bei alle akuten und chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Dorn-Breuss-Therapie für Pferde 

Tatsächlich handelt es sich um zwei Therapieformen: Die Dorn-Therapie behandelt die Gelenke, die Breuss-Massage ist eine Massage, die zum Teil direkt auf der Wirbelsäule durchgeführt wird. Zusammen bilden sie eine sehr wirkungsvolle Therapiemethode, mit der durch sanfte Techniken viel erreicht werden kann.

Im Humanbereich liegt der Schwerpunkt dieser Therapie im Ausgleich von Beinlängendifferenzen. Ist diese behoben, werden nach für nach alle weiteren Gelenke behandelt. Nach Dieter Dorn ist ein vergrößerter Gelenkspalt der Grund für die Beinlängendifferenz.

Übertragen auf die anderen Gelenke bedeutet dies, dass ein Ungleichgewicht zwischen den Gelenken daraus resultiert, dass der Gelenkspalt auf einer Seite vergrößert ist.

Im Veterinärbereich ist die Beinlängendifferenz nicht wie beim Menschen zu befunden, weswegen hier konsequent alle Gelenke behandelt werden.

Aber auch hier sind die Hüftgelenke der Ausgangspunkt der Therapie, denn: “Das Haus kann nicht auf einem schiefen Fundament stehen”.

So werden in einer bestimmten Reihenfolge nach und nach alle Gelenke des Tieres befundet und behandelt. Dabei wird jedes Gelenk, von Hüfte, übers Knie, die Sprunggelenke, Fesselgelenk, wie Wirbel für Wirbel, die Schulter, das Karpalgelenk, die Halswirbelsäule, einfach alle Gelenke, wieder in ihre „Mitte“ gebracht.

Da es sich bei der Dorn-Methode um eine wirklich sanfte aber sehr wirkungsvolle Behandlungsmethode handelt, nehmen die Pferde diese Art von Behandlung gerne entgegen. Die Dorn-Methode hat nun seit 25 Jahren bestand, und Dieter Dorn freut sich sagen zu können: “Ich hab´ mich noch in keinem einzigen Punkt korrigieren müssen.”

Als ideale Ergänzung vor, nach oder vor und nach der Dorn-Therapie bietet sich die Breuss-Massage an.  

Begründer der Therapieform ist Rudolf Breuß, Diese Form der Massage besteht lediglich aus 4 Handgriffen, von denen zwei direkt auf der Wirbelsäule, die anderen beiden paravertebral (also links und rechts neben der Wirbelsäule auf der Muskulatur) durchgeführt werden. 

Durch die Massage auf und an der Wirbelsäule kommt es zu einer Traktion der Dornfortsätze, dies wiederum führt dazu, dass die Zwischenwirbelscheiben (Bandscheiben) mehr Möglichkeit bekommen, sich zu entfalten. Im Gegensatz zu physiotherapeutischen Massagen, wird die Breuss-Massage mit weniger Druck ausgeübt, die komplette Behandlung ist langsamer und ruhiger als eine herkömmliche Massage.